Eine Jurte wird von vier Power- Mädels aufgebaut…

Am Donnerstag, den 13.Mai um 11:00 Uhr rappelte es in meiner Kiste, der Deckel wurde geöffnet und ich erblickte seit längerer Zeit wieder das Licht dieser Erde. Vier motivierte Mädchengesichter betrachteten meine einzelnen Zeltbahnen und holten mich Stück für Stück aus der Kiste heraus. Kurzerhand waren meine sechs Kohtenblätter als großes kreisförmiges Jurtendach zusammen geschnürt und im Gemeindegarten ausgebreitet. Da lag ich nun und beobachtete das Treiben: Ein Mädchen hatte meine Schlaufen durch die Ösen gesteckt, dabei hat sie sich extra die Schuhe ausgezogen, damit meine schöne schwarze Farbe nicht mit Schlamm beschmutzt würde. Dieses fleißige Mädchen hieß, soweit ich das mitbekommen habe, Sophia. Ich war ihr erstes Zelt, dass sie mit den Rangern aufgebaut hat. Dann war da noch so eine, die immer mit einem Zettel herumgegangen ist, auf dem stand wie man mich am besten und schnellsten aufbaut! Ihr Name war Conny, neben der Informationsbeschaffung hat sie insgesamt gute 40m Sisal abgeschnitten und zusammen mit zwei weiteren Mädchen meine zwölf Ecken auf meine Alustangen gestellt und so fest abgespannt, dass nur die Mitte meines Daches nach unten gehangen ist. Wer die anderen zwei waren? Also die Freundin von der Conny hieß Viola, die beiden haben mir ein Dreibein gebaut, an dem dann die Mitte meines Daches in die Höhe gezogen wurde. Aber die Vierte, aus der bin ich nicht gleich schlau geworden, erst sagt sie allen wo was hingehört und dass zuerst zwölf Heringe selbst gesägt und angespitzt werden müssen und dann erzählt sie, dass sie mich (die Jurte) vorher nur mit 20 Rangern aufgebaut habe, die Reihenfolge wisse sie auch nicht mehr und überhaupt ist ein Aufbau schon lang her. Die anderen habe sie immer gefragt, wie denn der Abspannknoten geht oder wie sie das Dreibein zusammen binden sollen, ich glaube sie war die Teamleiterin und hieß Lucia.


Gegen Mittag hatten Sophia, Voila, Conny und Lucia mich dann fertig aufgebaut. Die Sonne kam leider nicht raus, aber es regnete wenigstens nicht. Jetzt hatten alle Hunger, ein Feuer wurde entzündet und in einer Pfanne wurde Brotteig ausgebacken. Alle waren mit dem Ergebnis zufrieden und freuten sich schon auf den Aufbau beim Camp in weiniger als zwei Wochen, wenn sie den Aufbau zu viert geschafft haben, dann werden sie mich am Bucher Wald Zeltplatz auch gut aufstellen können!

Eure Stammesjurte