5. Tag auf dem Pfingstcamp


Die Ranger stehen auf und erblicken seit Tagen wieder die ersten Sonnenstrahlen. Die andere extreme Wetterseite kommt zum Vorschein, aber die Sonne war lang ersehnt und die idealste Bedingung für das Vormittagsprogramm:
9:30 Arena Lobpreis, Theaterstück und Andacht
10:00 Falknershow www.mobile-falknerei.de
Europas größter Falknerverein, Leipzig, 1300 Mitglieder davon 700 aktive Falkner.
Was muss alles erfüllt werden, wenn man Greifvögel als Falkner halten möchte?
Zuerst muss man einen Jagdschein machen, danach die Falknerprüfung. Außerdem muss man ein großes Grundstück haben, um ausreichend große Volieren bauen zu können, in denen die Tiere artgerecht gehalten werden. Diese werden anschließend vom Amtstierarzt abgenommen und genehmigt. Damit ist aber noch nicht genug, da man ein Revier benötigt, in dem man mit seinen Vögeln dann auch aktiv jagen darf. Die Falknerei ist eine der ältesten Jagdformen. Heute finden Falkner ihre Aufgabe darin, große Kornkammern vor Spatzen zu schützen, da diese das Korn verkoten. Desweitern werden Falkner beauftragt große Grünanlagen (München, Berlin) zu bejagen und somit die Kaninchen in einer verträglichen Population in den Parkanlagen zu erhalten.

In einer Flugshow wurden uns verschiedene Milane und Falken, sowie ein Weiß-Kopf-Seeadler und ein Uhu präsentiert. Spannend wurde es, als Kinder den Falknerhandschuh anziehen durften und sich dann ein Greifvogel auf deren Armen nieder gelassen hat.
Ab Mittag gab es dann einen freien Nachmittag, welcher mit vielen Schlammschlachten und Wasserschlachten eröffnet wurde. Viele Kinder erfüllten spannende mittelalterliche Spezialaufgaben, verkauften und tauschten auf dem Markt verschiedenste Sachen. Gaukler und Burgfräuleins, Ritter und Schildknappen liefen über das Campgelände…
Gegen 20.00 Uhr marschierten ca. 460 Ranger schweigend zum Ratslagerfeuer, es gab eines für die Kundschafter und eines für die Pfadfinder und älter. Thema des Abends war, das wir unser Feuer wieder neu entfachen sollen und uns gegenseitig ermutigen und stärken sollen. Dazu hat dann jeder einzelne eine Fackel am Feuer entzündet. Anschließend gab es noch eine Gebetszeit in jedem Team.
Lucia Fröhlich