weiter unterwegs

original vom 02.06.2009

Wir achten viel zu wenig auf die Zeichen, die uns unser Körper gibt. Vielleicht sollten wir unseren Körper einfach besser kennen lernen und uns mehr Zeit geben. Jedem, der mir sagt “Ich habe keine Zeit für dies oder jenes”, dem sage ich meistens, dass das nicht stimmt. Es liegt vieles an den Prioritäten und vielleicht will derjenige für dies/jenes keine Zeit haben. Was ich sagen will ist, dass ich mir persönlich vorgenommen habe, mir auch Zeit zu nehmen, auf meinen Körper zu hören und dann enstprechend auf dessen Anforderungen zu reagieren. Im Moment bin ich noch ein wenig undiszipliniert in der Umsetzung, aber es geht mir schon recht gut dabei, Signale zu bemerken und auch die Anforderung zu erkennen. Was mir noch fehlt ist, dass ich auch umsetze, was mein Körper von mir verlangt. Gestern war es, dass ich einfach noch früher ins Bett sollte. Naja, hat nicht geklappt, aber heute wirds was.

Auf Twitter/Facebook habe ich die Frage gestellt, wie ihr euch so entspannt. Ich habe viele interessante und hilfreiche Antworten bekommen. Das mit Lesen ist einfach genial. Und, Tina: Du hast recht damit, dass man seinen Verstand einfach am Laufen halten soll. Ich kenn das mit dem Abdriften in schlechte Ideen und Gedanken nur all zu gut, daher nehm ich den Ratschlag an. An Feiertagen ist man ja gerne unterwegs. Als Entspannungs­maßnahme bin ich heute daheim geblieben. Ich bin zwar zu früh aufgestanden, aber dafür hab ich doch so einiges geschafft, was den Haushalt betrifft. Nachmittags dann habe ich mit meiner Verlobten zusammen Mittagessen gekocht und wir hatten eine schöne ruhige Zeit mit Monopoly. Total entspannend. Wir haben uns dann auch vors Feuer gesetzt und zugesehen, wie die Flammen lodern. Das könnt ihr auch mal ausprobieren, das hat was unbeschreibliches und unglaublich bewegendes. Das Beste war ja, zu sehen, wie aus einem kleinen Stückchen glühender Kohle durch Zugeben eines Holzscheites ein flammendes Feuer wurde. Diese erstaunliche Kraft und die komplexen Zusammenhänge in diesen kleinen – und für viele – unbedeutenden Dingen! Daran sieht man immer wieder, dass man sich zu wenig Zeit für sie nimmt und eher daran geht, sich dem Stress hinzugeben. Meine Mission in diesen Tagen ist, zurückzufinden zu der Ruhe, in der Kraft liegt. Gott war bei der Schöpfung der Erde auch nicht im Stress und trotzdem ist etwas sehr sehr wunderbares entstanden, wie ich finde.

Inzwischen geht es mir schon um einiges besser. Ich brauche nicht mehr täglich meine Baldriantabletten. Die Angstzustände haben sich verflüchtigt und mein Gesicht wird auch nicht mehr taub. Ab und zu ist noch diese Geschichte mit dem Kreislauf, aber ich bin zuversichtlich und weiß, dass diese Erscheinung nicht mehr auftreten wird.

Der Feiertag ist vorbei. Ich bereite mich mal gemütlichst auf die Nachtruhe vor und bin schon gespannt, was ich morgen frühstücken werde. Gute Nacht und ruht euch schön aus, euer Körper wird es euch danken!