Wanderung um den Fuschlsee 08.10.2011

bewölkter Himmel, herrliche Gebirgslandschaftauf unserer Hüttenaktion sind wir am Samstag zu einer ca. 5-stündigen Wanderung aufgebrochen. An den Wolken haben wir schon gesehen, dass uns vermutlich nicht durchgehender Sonnenschein erwartet. Da wir frei nach dem Motto: “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung” leben, sind wir in die Marschvorbereitungen gegangen.

Ob Wurstsemmel-Doppel-Whopper oder Nutellabrot, ob Sandwiches oder Gemüsekost – jeder hat sich reichlich mit Brotzeit versorgt und alles in den Wanderrucksack verstaut. An Getränken hat es auch keinem gefehlt und Obst war genügend vorhanden. Um kurz vor 11 Uhr war es dann so weit und der Stamm 215 Freilassing hat ihr Wochenendhaus, das Karl-Rittmann-Haus in Thalgau für eine Wanderung um den Fuschlsee verlassen.

Wie bereits angedeutet wussten wir, dass das Wetter nicht so wird, wie man es sich etwa für ein Picknick am Fuschlsee erwarten würde. Da wir aber vom Wetter nicht abhängig sind, haben wir uns auf ein Abenteuer in der Natur gefasst gemacht. Wie abenteuerlich es werden würde, konnte sich zu Beginn wohl keiner vorstellen.

Da es recht kalt war hatten die meisten ihre Handschuhe entweder an oder im Rucksack verstaut. Mit festem Schuhwerk am Fuß und einer warmen Regenjacke bestens ausgerüstet waren alle startklar. Zu Beginn unserer Wanderung (die erste halbe Stunde) war es bewölkt. Danach setze ein Nieselregen ein, der sich GOTT sei dank erst verstärkte, als die meisten von uns in den Wald gingen. Wir waren nun schon eineinhalb Stunden unterwegs und hatten schon den ersten Teil unserer Brotzeit gegessen, da kam plötzlich die Sonne zum Vorschein. Die Sonne schien herrlich und es bildete sich ein Regenbogen, der quer über den Fuschlsee gespannt war – so schien es. (Davon gibt es bewusst kein Foto. Man muss schon dabei sein und es selbst erleben, wenn sich so ein unbeschreibliches Naturschauspiel ereignet. Sowas gibts halt nur auf einer kilometerlangen Wanderung mit den Rangers bei unbeständigem Wetter)

eingeschneit anfang Oktober
Danach schlug das Wetter wieder um und wir hatten es mit einem langen Regen zu tun, der schlussendlich in ein Gewitter über ging. Damit nicht genug: auf der Zielgeraden (noch ca. eine Stunde Wandern vor uns) wurden wir EINGESCHNEIT. Jaja, den Rest der Strecke gingen wir durch Schnee hindurch. (Am Tag darauf wurde ich von einer Nachbarin mit “Frohe Weihnachten” begrüßt).

Die ganze Aktion war gewaltig gesegnet. Wir hatten viel Spaß, gute Gemeinschaft, intensive Zeit mit Gott, singen von Pfadfinderliedern, wurden eingeschneit und durch die Hitze des Ofens in der Hütte wieder aufgewärmt. Eine echtes Royal Rangers Wochenende, an dem viele über ihre Grenzen hinaus “gegangen” sind. Ich wünschte, jeder hätte das mit uns erleben können. (Daher schreib ichs euch auf)

Zum Abschluss ein “gut Pfad” und ein paar Kommentare, die ich aufgeschnappt habe, sowie eine Karte mit der ungefähren Wanderroute

UNGEFÄHRE Wanderroute (wir sind NICHT dauernd auf der Straße gegangen

Die Sonne schien so lang, bis meine Regenjacke wieder trocken war

Danach gab es recht ergiebige Niederschläge aber keiner hat den Mut verloren.

Das Wetter interessierte niemanden, wir hatten Spaß. Ich hörte sie um mich herum alle scherzen, lachen, mampfen und fröhliche Lieder trällern.