gegen die Schreibblockade

Laut Wikipedia definiert sich die Schreibblockade wie folgt:

Eine Schreibblockade ist ein psychisches Phänomen, bei dessen Auftreten die Autoren dauerhaft oder vorübergehend nicht in der Lage sind zu schreiben. Darunter leiden besonders Schriftsteller, Journalisten und Studierende beim Schreiben von Haus- und Examensarbeiten.

Ideen fliegen in meinem Kopfe genügend herum, die Redaktionspostfächer sind voll und Leserbriefe wollen ebenso beantwortet werden. Nur spürte ich aus einem mir unerfindlichen Grund eine Schreibblockade in mir. Damit soll jetzt Schluss sein! Die folgenden Tipps haben mir beim Auflösen der Blockade geholfen und könnten auch den lieben Kollegen dienlich sein.

Lesen

Viele müssen sich erst einmal eingrooven. Es ist also in jedem Falle hilfreich, sich mit vollendeten Texten auseinanderzusetzen. Seien es nun eigene Texte aus der Vergangenheit oder jene, die aus der Feder anderer Autoren stammen. Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Stil die Texte verfasst sind. Im Gegenteil, das sollte wohl am Besten die Kreativität anregen.

Abschalten

Rückzug. Wichtig ist, Störfaktoren auszuräumen. Wem es hilft, der kann auch einfach nur die Türe absperren, das Smartphone ausschalten oder den E-Mail-Client schließen. Den Wind aus den Segeln nehmen, den Druck ablassen. Einige Minuten Zeit nehmen und dann loslegen.

Ins Blaue schreiben

In der Journalistenschule haben wir gelernt: Jeder Text beginnt mit einem guten ersten Satz. Den schreibe zuerst, dann den Zweiten, und so weiter. Das hilft jedoch nicht, wenn einem kein guter erster Satz in den Sinn kommen möchte. Gott sei Dank sind die Zeiten von Schreibmaschinen vorbei. Da fällt es umso leichter, einfach mitten im Text zu beginnen. In der heutigen Zeit kann man einen Text auch später zusammenbauen. Es muss nicht immer so sein, dass man von oben nach unten durch schreibt. Ist der erste Gedanke einmal in Buchstaben gegossen und so ein Teil des Textes entstanden, folgt schon bald darauf der Nächste.

Aufwärmübung

Wer es gewohnt ist zu schreiben, hat keine Angst vor einem leeren Blatt und auch keine Hemmungen, dieses zu Füllen. Die Erfahrung schafft Selbstvertrauen. Zur Fingerübung einige Spontantexte verfassen, bevor man sich an die Hauptaufgabe macht. So ist man schon im Fluss und hat es damit leichter.

Adressieren

Drauflos Schreiben hilft, erzeugt aber nicht recht oft Texte, die veröffentlicht werden. Das liegt unter Anderem daran, dass mancher Autor seine Leserschaft gar nicht kennt und adressiert. Beides ist aber entscheidend: Schreiben ist schließlich Kommunikation. Daher stelle man sich bildlich vor, wem man diese Zeilen schreibt, was man ihm oder ihr erzählen möchte und wie das Interesse dieses bestimmten Publikums geweckt werden kann: Was sind deren Bedürfnisse, Probleme? Eins nur lasse man bleiben: Ein Gefühl der Kontrolle zu verspüren oder Sorge vor späterer Bewertung. Nicht hilfreich.

Tapete wechseln

Texten ist zum einen Routine, zum anderen Handwerk. Um der kreativen Kunstfertigkeit nachzuhelfen und den Geist zu beflügeln sollte man desöfteren den Ort wechseln. Vom Büro in die eigenen vier Wände, auf die Dachterrasse, ins Auto, auf eine Parkbank oder ins Caffee. Wem es augenblicklich nicht gelingt, seine Worte auf Papier zu bringen, sollte an diese Möglichkeit denken.

Perfektionismus adé

Wer im ersten Versuch den perfekten Text zu Stande bringen möchte, wird sich unweigerlich in Details verzetteln. Das führt nicht ans Ziel, weswegen es wichtig ist, den Tunnelblick zu vermeiden. Lieber erstmal schreiben, was gerade im Kopf herumgeistert. Am Text feilen, ihn korrekt formatieren oder Formulierungen überarbeiten kann man hinterher noch immer.

Routine aneignen

In einem gewissen Zyklus schreiben. Zum Beispiel: Jeden Tag oder drei Mal in der Woche.

Aufteilen

Teilabschnitte zu texten ist einfacher, als die ganze, große Aufgabe auf einmal erledigen zu wollen. Zunächst einen Überblick verschaffen und eine logische Gliederung vornehmen. Auch die Wahl einer anderen Darstellungsform kann helfen. Mindmaps, Listen, Zwischenüberschriften, …