Multilinguale Websites

Wer seine Website mehrsprachig gestalten möchte und wie unsere Agentur dabei auf WordPress setzt, steht grundlegend vor der Entscheidung, ob er sich ein kostenloses oder ein kostenpflichtiges Plugin dafür installiert. WordPress an sich ist zwar grundsätzlich mehrsprachig programmiert, jedoch nur in dem Sinne, dass es sich an die Muttersprache des Seitenbetreibers anpasst.

Von der Option, sich Google oder Bing Translator zur on-the-fly Übersetzung einzubauen, raten wir ab. Viele wichtige Details gehen bei dieser maschinellen Übersetzung verloren. Als Betreiber einer Website möchte man jedoch seine Besucher individuell mit Informationen versorgen.

Die kostenlose Option zur mehrsprachigen Gestaltung ist ein Plugin namens qtranslate. Dieses wurde leider seit geraumer Zeit nicht mehr mit Updates versorgt, scheint aber für manche unserer Kunden mit der neusten Version von WordPress (aktuell 3.9.2) wieder zu funktionieren. In manchen Fällen macht es die Seite funktional kaputt (aktuelle WordPress Version ist neuer als das Plugin) und ich hatte zusammen mit einem Kunden den Kampf, wieder in den Google Index hineinzukommen, da eine funktional kaputte Seite von Google damit bestraft wird, aus dem Index entfernt zu werden. Kaputte Seiten sind für Besucher irrelevant, daher der Zug seitens Google, den wir nachvollziehen können. Ansonsten funktioniert das Plugin so, dass man jede Seite und jeden Beitrag mehrsprachig verfassen kann, wobei ein Beitrag in einer oder mehreren Sprachversionen verfasst werden kann. Wir finden dieses Plugin dafür, dass es kostenlos ist relativ brauchbar, haben damit allerdings insgesamt mehr Aufwand, als mit einer kostenpflichtigen alternative, auf die wir jetzt zu sprechen kommen.

Die kostenpflichtige Alternative, die wir unter Anderem auf http://cheret.de und https://methis.at im Einsatz haben, ist ab 79$ erhältlich und nennt sich WordPress Multilingual Plugin oder kurz einfach WPML. WPML hat den großen Vorteil, dass es wesentlich durchdachter arbeitet und der Umfang der Einstellmöglichkeiten im professionellen Umfeld nicht wegzudenken ist. Jede Seite und jeder Beitrag werden im Falle von WPML für jede Sprachversion einzeln angelegt, was die Sache erheblich übersichtlicher macht und auch zulässt, sich auf eine bestimmte Sprachversion zu konzentrieren. So kann man zum Beispiel seine Website von einzelnen “Native Speakers” übersetzen lassen und diese sehen nur ihre Sprachversion, was die Sache vereinfacht und folglich geringerer Aufwand nötig wird. Mit WPML hat man außerdem die freie Wahl, ob man die verschiednen Sprachversionen auf unterschiedlichen Internet Domains betreibt, oder in virtuellen Unterverzeichnissen.