skalierbarer Storage Server fürs schlanke Budget

Wer für die Firma, zu Hause oder im Film-/Foto- oder Tonstudio nach einer Storage Lösung sucht, die sich an die eigenen Speicherbedürfnisse anpassen kann, ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis hat und das solide Dateisystem der Zukunft betreiben möchte (ZFS), dessen Features bisher nur dem gut aufgestellten Enterprise vorbehalten waren, liest hier weiter.

In der Vergangenheit habe ich sogenannte NAS Systeme von QNAP empfohlen, konfiguriert und verkauft. Der klare Vorteil dieser Systeme ist, dass man diese z.B. auf Amazon einfach in den Warenkorb legt, die Bestellung abschickt und nach der Lieferung vor Ort nur mehr einrichten muss. Diese convenience bezahlt man mit barem Geld. Das System, das ich hier vorschlagen möchte, hat in der IT-Welt schon einige Wellen geschlagen, da es recht günstig ist und dennoch alle Features hat, die sich ein IT-Profi wünscht und die dem Endanwender zu Gute kommen. Zu Beachten ist, dass man ein Stück des Weges zum fertigen System noch zu Fuß zurücklegen muss.

Preisvergleich

(vorgeschlagene Lösung kostet die Hälfte):

Das QNAP TS-453 Pro mit 8GB RAM kostet mit Stand 17.12.2015 699€ für das Gehäuse ohne Festplatten.
Die von mir nachfolgend vorgeschlagene Konfiguration liegt bei 350€ für das Gehäuse, hat aber die doppelte Menge an Arbeitsspeicher (16GB), welcher zusätzlich eine höhere Qualität hat, austauschbar ist und Fehler selbst erkennt und korrigiert (ECC Arbeitsspeicher).

Die Artikel zum Zusammenbau

Storage

HP Microserver StorageIch empfehle für alle NAS Systeme den Einbau der Festplatten von Western Digital, die eine extra NAS Festplattenreihe produzieren, nämlich die WD Red:
WD WD60EFRX interne Festplatte (8,9 cm (3,5 Zoll), 64MB Cache, SATA). Bitte beachten, dass ich die 6TB Version verlinkt habe. Wer mit weniger Speicherplatz klar kommt, schafft sich die kleineren Festplatten an und skaliert später mit zusätzlichen Festplatten oder tauscht Zug um Zug gegen die größere Version.
In unserem Fall betreiben wir zwei 6TB Festplatten in einem sogenannten RAID-Z, was ein ZFS spezifischer Begriff für ein RAID-1 ist. Damit gehen keine Daten verloren, selbst wenn eine Festplatte ausfällt. Wer hier Kosten sparen möchte, schafft sich nur eine Festplatte an, setzt sich aber dem Risiko aus, seine Daten für immer zu verlieren. Dabei hilft einem auch nicht die Robustheit des ZFS Dateisystems.

Zusammenbau

Beim Bestellen und Zusammenbauen der Komponenten bin ich sehr gerne behilflich und suche noch immer nach einem Kunden, der die Hardware bestellt, sodass wir ein Video davon anfertigen können. Ich habe diese Lösung für meine Firma im Einsatz und dadurch einen sicheren Datenhafen. Deshalb kann ich unsere eigene Hardware nicht für ein Video auseinandernehmen, ohne den Betrieb lahm zu legen.

FreeNAS

Zum Betrieb dieses NAS Servers empfehle ich FreeNAS. Denn jeder Server braucht ein Betriebssystem. FreeNAS basiert auf FreeBSD, einem Open-Source Unix Betriebssystem und ist äußerst robust. Installationsanleitungen dazu finden sich im Internet in verschiedenen Geschmacksrichtungen vom Blogpost bis zum Video ist hier alles geboten. Gerne bin ich auch bei der Installation und Konfiguration von FreeNAS behilflich.

Fazit

Damit steht dem Speichern von Filmprojekten, geschäftlichen oder privaten Daten nichts mehr im Wege. Als praktischer zentraler Storage dient die FreeNAS Lösung auf der HP Microserver Hardwarebasis als exzellenter Datenhafen. Es gäbe noch vieles über diese Lösung zu berichten. Wer spezielle Fragen hat, stellt diese bitte in den Kommentaren. Ich verlasse mich mit meinem ganzen Betrieb schon seit Jahren auf die FreeNAS Lösung und habe im HP MicroServer eine erstklassige Budget Lösung gefunden. Mit dieser Plattform lässt sich weiteres Wachstum unterstützen.