Zwischenstopp auf dem Mars

Der Rote Planet ist als nächster Zwischenstopp auf unser Reise mit der Rakete eingeplant, die Anfang 2016 hier fulminant gestartet ist. Es sollte auch hier auf der Website mit einem Affenzahn oder besser mit Warp Speed weiter gehen. Das Business ist mir dazwischen gegrätscht. Daher heute die Fortsetzung der Raumfahrt.

Mars, der Rote Planet also als nächster Zwischenstopp auf der Reise mit der Rakete… In der römischen Mythologie ist Mars, oder griechisch Ares, der Gott des Krieges. Als Himmelskörper hat der vierte Planet (Merkur, Venus, Erde, Mars) unseres Sonnensystems die beiden Begleiter Deimos und Phobos. Zu Deutsch heißen sie Furcht und Schrecken. Die grauenvollen Begleiter eines jeden Krieges. Eine Vielzahl sinnloser und widerlicher Kriege werden rund um den ganzen Erdball ausgetragen. Wir jedoch sitzen in unserem Spaceship auf dem Weg Richtung Mars, nicht dem Gott des Krieges, sondern dem Himmelskörper. Die beiden liegen aber gedanklich sehr nah beieinander.

Wir lassen uns heute auf einen Krieg ein. Mit den Waffen des Geistes stürzen wir uns ins Getümmel. Auf den fortwährend tobenden Konflikt zwischen Status Quo und Fortschritt.

Das Festhalten am aktuellen Zustand scheint so einfach, weil das hier und jetzt so oft wie ein alter vertrauter Freund erscheint. Man muss sich scheinbar auf keine Abenteuer und mögliche Abstürze einlassen, wenn man alles beim Alten belässt. Dann kann man sich weiter und in aller Gemütlichkeit auf das ach so wesentliche konzentrieren. Das ist der Status Quo.

Der Fortschritt hingegen verlangt allein als Wort schon das Verlassen des aktuellen Ortes. Er fordert einen Schritt hinfort. Ich behaupte jetzt, dass damit ein Schritt nach vorne gemeint sein muss. Der alte Satz gilt: Stillstand ist Rückschritt. Jeder Fortschritt bringt unweigerlich eine Veränderung mit sich. Anders gesagt ist Fortschritt nur durch Veränderung möglich. Lasst uns also nie vergessen, dass Sätze wie: “Das haben wir schon immer so gemacht” im Brauchtum und der Tradition ihre Bedeutung haben. Wer allerdings auf unternehmerischen Erfolg aus ist, tut gut daran, den Fortschritt zum Status Quo zu erklären. Zum standard Arbeitsmodus. Also: Fort! Schritt! Marsch! Und die Eitelkeit, Untätigkeit und Unachtsamkeit überwinden und die vielen kleinen Dinge zum Besseren verändern.


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